Alkoholfreie Laori-Drinks - 4 Rezepte für Tonic, Spritz und Sour

Erfrischende Laori Rezepte am Meer: Eine Flasche und zwei Gläser mit Zitronengetränk auf einem gestreiften Handtuch.

Geschrieben von

Saskia Geyer

Veröffentlicht am

30. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Ein guter alkoholfreier Drink lebt nicht von möglichst viel Saft, sondern von Balance, Bitterkeit, Säure und einer passenden Garnitur. Mit Laori lassen sich bekannte Klassiker wie Gin Tonic, Spritz und Sour unkompliziert neu interpretieren. Hier findest du erprobte Rezeptideen mit konkreten Mengen, passende Tonics sowie Hinweise zu Süße, Eis und der Bezeichnung „alkoholfrei“.

Mit diesen Grundlagen gelingen abwechslungsreiche Laori-Drinks

  • 50 ml Laori und etwa 150 ml Filler ergeben einen ausgewogenen Longdrink.
  • Laori Juniper No 1 passt besonders gut zu Tonic, Kräutern und Zitruszesten.
  • Vermouth No 5 und Rhabarberschorle ergeben einen frischen, leicht säuerlichen Spritz.
  • Bei einem Sour sorgen Zitronensaft und Aquafaba für Säure und eine cremige Textur.
  • „Alkoholfrei“ bedeutet nicht automatisch 0,0 Vol.-%. Bei strengem Verzicht lohnt sich ein Blick auf das Etikett.

Welche Laori-Sorte passt zu welchem Drink

Laori funktioniert am besten als Mixbasis und weniger als Getränk zum puren Trinken. Die einzelnen Sorten bringen unterschiedliche Aromarichtungen mit, deshalb würde ich nicht jede Variante mit demselben Tonic kombinieren.

Laori-Variante Aromatische Richtung Besonders passend für
Juniper No 1 Wacholder, Kräuter, Zitrus Gin Tonic, Kräuter-Longdrinks, Basil Smash
Vermouth No 5 Kräuter, würzige Weinaperitif-Noten Spritz, Rhabarberdrinks, leichte Aperitifs
Berry No 6 Beeren, Mango, Blutorange Sours, fruchtige Sommerdrinks
Spice No 2 Vanille, Eichenholz, warme Gewürze Ginger Beer, Cola, winterliche Mocktails
Amalfi No 3 Zitrone, mediterrane Frische Limonello-Spritz, Soda-Drinks, leichte Aperitifs

Meine Erfahrung mit alkoholfreien Alternativen ist klar. Die richtige Begleitung entscheidet stärker über den Geschmack als die Menge der Basis. Ein sehr süßes Tonic kann einen Kräuterdrink erschlagen, während ein trockenes Tonic fruchtige Sorten schnell kantig wirken lässt.

Erfrischender Drink mit LAORI Juniper No. 01, Gurkenscheiben und Eis. Perfekt für leichte LAORI Rezepte.

Vier Laori-Rezepte für unterschiedliche Geschmäcker

Laori & Tonic mit Juniper No 1

Dieser Drink ist der einfachste Einstieg und zeigt, wie gut eine alkoholfreie Gin-Alternative mit einem klaren, nicht zu süßen Tonic funktionieren kann. Das Verhältnis von 1 Teil Laori zu 3 Teilen Tonic ist unkompliziert und lässt sich leicht anpassen.

  • 50 ml Laori Juniper No 1
  • 150 ml Tonic Water
  • reichlich Eiswürfel
  • Rosmarinzweig oder Orangenzeste

Ein großes Glas mit Eis füllen, Laori eingießen und langsam mit Tonic auffüllen. Kurz umrühren und mit Rosmarin oder Orange garnieren. Ich gieße das Tonic gern über einen Barlöffel ins Glas, damit die Kohlensäure länger erhalten bleibt.

Garden Spritz mit Rhabarber und Limette

Der Garden Spritz ist mein Favorit, wenn ein Drink frisch, aber nicht eindimensional fruchtig schmecken soll. Die Kombination aus Vanille, Limette und Rhabarber bringt Süße, Säure und eine leicht herbe Note zusammen.

  • 40 ml Laori Vermouth No 5
  • 20 ml Vanillesirup
  • 15 ml Limettensaft
  • Rhabarberschorle zum Auffüllen
  • 3 große Eiswürfel
  • Rhabarberzeste zur Dekoration

Eis in einen Tumbler geben, Vermouth, Sirup und Limettensaft hinzufügen und mit Rhabarberschorle auffüllen. Wer es weniger süß mag, reduziert den Sirup auf 10 ml und verwendet eine trockene Schorle. Das macht bei diesem Rezept einen spürbaren Unterschied.

Berry Sour mit Himbeere und Aquafaba

Ein Sour lebt von Spannung. Berry No 6 bringt Frucht und Süße, während Zitrone den Drink auffängt. Aquafaba, also Kichererbsenwasser, ist eine pflanzliche Alternative zu Eiweiß und sorgt für einen feinporigen Schaum.

  • 60 ml Laori Berry No 6
  • 30 ml Zitronensaft
  • 20 ml Sodawasser nach Wunsch
  • 15 bis 20 ml Aquafaba oder 1 Eiweiß
  • Eiswürfel
  • Himbeeren und Rosmarin

Alle Zutaten zunächst ohne Eis kräftig shaken, damit der Schaum entsteht. Danach Eis hinzufügen und erneut shaken. In einen Tumbler abseihen und mit Himbeeren, Rosmarin oder einer Zitronenzeste garnieren. Ist der Drink zu sauer, hilft ein kleiner Schuss Zuckersirup besser als zusätzlicher Saft.

Spice Mule mit Ginger Beer

Spice No 2 eignet sich besonders gut für einen würzigen Mule. Das Ginger Beer bringt Schärfe und Kohlensäure, während Limette die warmen Noten von Vanille und Gewürzen ausbalanciert.

  • 50 ml Laori Spice No 2
  • 120 ml Ginger Beer
  • 15 ml Limettensaft
  • Eiswürfel
  • Limettenspalte und Minze

Ein Glas mit Eis füllen, Laori und Limettensaft dazugeben und mit Ginger Beer auffüllen. Nur kurz umrühren, damit der Drink lebendig bleibt. Für eine mildere Version kann ein Teil des Ginger Beers durch gekühltes Sodawasser ersetzt werden.

So werden alkoholfreie Cocktails aromatischer

Alkohol bringt in klassischen Cocktails nicht nur Wirkung, sondern auch Wärme, Körper und einen langen Abgang. Fehlt er, braucht der Drink andere Strukturen. Ich arbeite deshalb gern mit Säure, Bitterkeit, Kräutern und Kohlensäure, statt einfach mehr Saft oder Sirup einzusetzen.

Das richtige Verhältnis finden

Für einen Longdrink sind 50 ml Laori plus 120 bis 150 ml Tonic, Soda, Schorle oder Ginger Beer ein guter Ausgangspunkt. Bei fruchtigen Rezepten reichen oft 20 bis 30 ml Zitronen- oder Limettensaft. Mehr Säure macht den Drink nicht automatisch frischer, sondern kann die Kräuternoten überdecken.

Eis ist keine Nebensache

Große, harte Eiswürfel kühlen langsamer und verwässern den Cocktail weniger. Kleine oder bereits angeschmolzene Würfel führen dagegen schnell dazu, dass ein Drink dünn schmeckt. Das Glas sollte möglichst vollständig mit Eis gefüllt sein, denn zu wenig Eis schmilzt schneller.

Lesen Sie auch: Chinin im Tonic Water - Verstehe & wähle dein bestes Tonic

Garnitur gezielt einsetzen

Rosmarin passt zu Juniper, Orange zu würzigen Kräutern, Himbeere zu Berry No 6 und Limette zu Spice No 2. Eine Garnitur sollte den Duft des Drinks unterstützen und nicht nur dekorativ aussehen. Vor dem Einlegen kann ein Rosmarinzweig kurz zwischen den Händen angedrückt werden, damit die ätherischen Öle freigesetzt werden.

Typische Fehler bei Laori-Rezepten vermeiden

Der häufigste Fehler ist ein zu süßer Aufbau. Sirup, Saft und süßes Tonic zusammen ergeben schnell einen klebrigen Drink. Ich würde zuerst mit weniger Süße starten und erst am Ende nachjustieren. Nachsüßen ist einfach, einen übersüßten Cocktail zu retten deutlich schwieriger.

  • Laori pur als Spirituose behandeln: Die Produkte sind vor allem zum Mixen gedacht.
  • Zu viel Filler verwenden: Mehr Tonic macht den Drink nicht automatisch besser, sondern kann die Basis verwässern.
  • Zitrusfrüchte aus der Flasche nutzen: Frischer Saft schmeckt meist klarer und weniger stumpf.
  • Keine Kühlung einplanen: Ein alkoholfreier Cocktail braucht ebenso viel Kälte wie sein alkoholisches Vorbild.
  • Jede Sorte gleich kombinieren: Kräuter-, Beeren-, Zitrus- und Gewürzprofile brauchen unterschiedliche Partner.

Beim Einkauf sollte außerdem zwischen „alkoholfrei“ und „0,0 %“ unterschieden werden. In Deutschland dürfen als alkoholfrei bezeichnete Getränke je nach Produktkategorie bis zu 0,5 Vol.-% Alkohol enthalten. Wer aus gesundheitlichen, religiösen oder persönlichen Gründen vollständig verzichten möchte, sollte die konkrete Angabe auf der Flasche prüfen.

Welcher Drink passt zu welchem Anlass

Anlass Empfehlung Warum er gut passt
Grillabend Laori & Tonic Frisch, unkompliziert und nicht zu schwer
Sommerabend Berry Sour Fruchtig, aromatisch und optisch ansprechend
Aperitif vor dem Essen Garden Spritz Säure und Rhabarber regen den Appetit an
Winter oder gemütlicher Abend Spice Mule Würzige Noten und Ginger Beer wirken wärmend

Für eine Feier würde ich nicht fünf komplizierte Cocktails gleichzeitig anbieten. Besser funktionieren zwei unterschiedliche Stilrichtungen, etwa ein klarer Tonic-Drink und ein fruchtiger Sour. So können Gäste wählen, ohne dass die Vorbereitung ausufert.

Mit wenigen Zutaten zur eigenen alkoholfreien Hausmischung

Wer regelmäßig alkoholfreie Cocktails mixt, braucht keine große Hausbar. Mit einer Flasche Laori, einem guten Tonic, frischen Zitronen oder Limetten, Eis und einer saisonalen Garnitur lassen sich bereits viele Varianten bauen.

Ich empfehle, zuerst die Basis zu probieren und danach nur eine Stellschraube zu verändern. Mehr Zitrus macht den Drink frischer, Soda leichter, Tonic herber und Sirup runder. So entsteht schnell ein persönliches Rezept, das nicht nach Ersatzlösung schmeckt, sondern nach einem bewusst komponierten Mocktail mit eigenem Charakter.

Häufig gestellte Fragen

Ein guter Ausgangspunkt sind 50 ml Laori und 120 bis 150 ml Tonic, Soda, Schorle oder Ginger Beer. Für einen klassischen Laori & Tonic passen 50 ml Juniper No 1 zu etwa 150 ml nicht zu süßem Tonic.

Juniper No 1 eignet sich für Tonic und Kräuterdrinks, Vermouth No 5 für Spritz und leichte Aperitifs, Berry No 6 für fruchtige Sours und Spice No 2 für Ginger Beer. Amalfi No 3 passt besonders gut zu Limonello-Spritz und Soda-Drinks.

Für den Berry Sour werden 60 ml Laori Berry No 6, 30 ml Zitronensaft und 15 bis 20 ml Aquafaba oder Eiweiß verwendet. Die Zutaten zuerst ohne Eis kräftig shaken, danach mit Eis erneut shaken und abseihen. Bei zu viel Säure hilft ein kleiner Schuss Zuckersirup.

Nein. Als alkoholfrei bezeichnete Getränke dürfen in Deutschland je nach Produktkategorie bis zu 0,5 Vol.-% Alkohol enthalten. Wer vollständig verzichten möchte, sollte die konkrete Angabe auf dem Etikett prüfen.

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Saskia Geyer

Saskia Geyer

Mein Name ist Saskia Geyer und ich blicke auf 6 Jahre Erfahrung in der Welt von Gin, Cocktails und Barkultur zurück. Meine Faszination für diese Themen begann vor einigen Jahren, als ich in einer kleinen Bar arbeitete und die Kunst des Mixens entdeckte. Es begeistert mich, wie verschiedene Zutaten und Techniken zu einzigartigen Geschmackserlebnissen führen können. Ich schreibe über die neuesten Trends, klassische Rezepte und die verschiedenen Facetten der Barkultur, immer mit dem Ziel, komplexe Themen verständlich und zugänglich zu machen. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen gründlich zu recherchieren und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Getränke zu verfolgen. Dabei ist es mir wichtig, dass meine Leserinnen und Leser nicht nur Rezepte finden, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Hintergründe und Techniken entwickeln. Durch klare und ansprechende Inhalte möchte ich dazu beitragen, dass jeder die Freude am Mixen und Genießen von Cocktails entdecken kann.

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Kommentare

1
ZE

ZeitungsLeserin

Die Laori-Drinks klingen super lecker!

Saskia Geyer
Saskia GeyerAutor

Cieszę się, że brzmią zachęcająco! 😊