Wenn ein Aperol Spritz zu süß, zu bitter oder einfach zu wässrig schmeckt, liegt es meistens an ungenauen Mengen. Ich zeige dir die klassische Rezeptur in Millilitern, das richtige Mischverhältnis, die Zubereitung im Glas und sinnvolle Mengen für mehrere Gäste.
Die klassische Mischung gelingt mit drei klaren Mengen
- 75 ml Prosecco bilden die prickelnde Basis.
- 50 ml Aperol sorgen für Farbe, Süße und die typische Bitternote.
- 25 ml Sodawasser machen den Drink leichter und runder.
- Viel Eis kühlt den Spritz, ohne ihn unnötig zu verwässern.
- Eine Orangenscheibe bringt Frische und gehört klassisch zur Garnitur.
Aperol-Spritz-Rezept mit ml-Angaben für ein Glas
Für einen klassischen Aperol Spritz rechne ich pro Glas mit insgesamt 150 ml Flüssigkeit. Das Verhältnis lautet 3:2:1 und bedeutet 75 ml Prosecco, 50 ml Aperol und 25 ml Sodawasser.
| Zutat | Menge | Funktion im Drink |
|---|---|---|
| Prosecco | 75 ml | Prickelnde, trockene Basis |
| Aperol | 50 ml | Fruchtige Süße und leichte Bitterkeit |
| Sodawasser | 25 ml | Verdünnung und Frische |
| Eiswürfel | nach Glasgröße | Kühlung ohne zusätzliches Wasser |
| Orange | 1 Scheibe | Aroma und Garnitur |
Ich verwende dafür ein großes Weinglas mit ungefähr 400 bis 500 ml Fassungsvermögen. Die Flüssigkeitsmenge wirkt zunächst überschaubar, aber das Eis nimmt viel Platz ein. Ein kleines Glas führt schnell dazu, dass der Drink überläuft oder sich nicht angenehm umrühren lässt.
So bereitest du den Spritz richtig zu
Fülle das Glas zuerst großzügig mit Eiswürfeln. Danach kommen 75 ml Prosecco, 50 ml Aperol und zuletzt 25 ml Sodawasser hinein. Ich gieße die Zutaten direkt ins Glas und rühre nur einmal vorsichtig mit dem Barlöffel um, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
- Ein großes Weinglas bis etwa zur Hälfte mit Eis füllen.
- 75 ml gut gekühlten Prosecco eingießen.
- 50 ml Aperol dazugeben.
- 25 ml Sodawasser vorsichtig auffüllen.
- Einmal sanft umrühren und mit einer Orangenscheibe garnieren.
Auf einen Shaker verzichte ich grundsätzlich. Durch kräftiges Schütteln würde der Prosecco schäumen und viel Kohlensäure verlieren. Auch das Sodawasser sollte möglichst kalt sein, denn kalte Zutaten halten den Drink länger frisch und spritzig.
Welche Zutaten den größten Unterschied machen
Bei diesem Cocktail ist die Rezeptur unkompliziert, deshalb fallen Qualitätsunterschiede sofort auf. Ein trockener Prosecco gleicht die Süße des Aperol besser aus als ein sehr lieblicher Schaumwein. Ich greife meist zu einem Brut oder Extra Dry, wobei Extra Dry trotz des Namens etwas weicher und fruchtiger wirken kann.
Prosecco und Aperol richtig abstimmen
Schmeckt der Spritz zu süß, hilft nicht automatisch mehr Sodawasser. Häufig ist ein zu süßer Prosecco die Ursache. Ist der Drink dagegen zu bitter, kannst du zunächst mit 10 bis 15 ml zusätzlichem Prosecco ausgleichen, ohne das Grundverhältnis komplett zu verändern.
Beim Sodawasser bevorzuge ich stark kohlensäurehaltiges Mineralwasser. Stilles Wasser macht aus dem Spritz zwar ein leichteres Mischgetränk, nimmt ihm aber genau den lebendigen Charakter, den man erwartet.
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Warum große Eiswürfel besser funktionieren
Kleine Eiswürfel kühlen schnell, schmelzen aber ebenso schnell. Große Würfel oder Eisblöcke geben weniger Wasser ab und halten den Aperitif länger stabil. Das ist besonders wichtig, wenn du langsam trinkst oder den Spritz an einem warmen Abend servierst.

Mengen für zwei, vier oder sechs Gläser
Für mehrere Personen kannst du die 3:2:1-Regel einfach hochrechnen. Ich messe die Zutaten trotzdem möglichst genau ab, denn schon 20 ml zu viel Aperol pro Glas verändern den Drink deutlich.
| Anzahl | Prosecco | Aperol | Sodawasser | Gesamtmenge |
|---|---|---|---|---|
| 1 Glas | 75 ml | 50 ml | 25 ml | 150 ml |
| 2 Gläser | 150 ml | 100 ml | 50 ml | 300 ml |
| 4 Gläser | 300 ml | 200 ml | 100 ml | 600 ml |
| 6 Gläser | 450 ml | 300 ml | 150 ml | 900 ml |
Für eine kleine Runde kannst du die Zutaten vorab abmessen, aber ich würde den Cocktail nicht lange in einer großen Karaffe stehen lassen. Prosecco und Sodawasser verlieren dort schnell ihre Kohlensäure. Besser ist es, jedes Glas einzeln mit Eis aufzubauen und erst kurz vor dem Servieren zu mischen.
Typische Fehler beim Abmessen und Mixen
- Zu viel Aperol: Der Drink wird schwer, süß und bitter. 50 ml reichen für die klassische Balance.
- Zu wenig Eis: Der Cocktail bleibt lauwarm und verwässert schneller.
- Warmer Prosecco: Die Kohlensäure wirkt schwächer und der Spritz schmeckt flacher.
- Zu starkes Rühren: Dadurch entweicht unnötig viel Kohlensäure.
- Unpassendes Glas: Ein kleines Glas bietet nicht genug Raum für Flüssigkeit, Eis und Garnitur.
Eine kleine Abweichung ist natürlich erlaubt. Für eine kräftigere Variante kannst du 60 ml Aperol, 90 ml Prosecco und 30 ml Soda verwenden. Das bleibt im gleichen Verhältnis, ergibt aber ein größeres Glas und wirkt durch die zusätzliche Menge nicht automatisch alkoholischer.
Die beste Faustregel für deinen nächsten Aperitif
Wenn du dir nur eine Rezeptur merken möchtest, nimm 75 ml Prosecco, 50 ml Aperol und 25 ml Soda. Entscheidend sind außerdem gut gekühlte Zutaten, reichlich Eis und ein vorsichtiges Umrühren direkt im Glas.
Ich würde zuerst immer mit dem klassischen 3:2:1-Verhältnis starten und erst danach anpassen. So erkennst du zuverlässig, ob dir mehr Frische, weniger Süße oder eine kräftigere Bitternote gefällt, ohne den Charakter des Aperol Spritz aus dem Gleichgewicht zu bringen.