Ob beim Einschenken von Kräuterlikör, beim Anstoßen mit Freunden oder beim Mixen eines Cocktails: Die Größe eines Shots entscheidet darüber, wie viel tatsächlich im Glas und später im Drink landet. In Deutschland sind vor allem 2 cl und 4 cl üblich, doch Glasgröße, Eichstrich und internationale Gewohnheiten sorgen schnell für Verwirrung.
Die wichtigste Zahl für einen Shot in Deutschland ist meist 2 cl
- 2 cl entsprechen 20 ml und gelten als kleiner Shot oder einfacher Schnaps.
- 4 cl sind die typische Menge für einen doppelten Shot.
- Ein Shotglas kann größer wirken, als die tatsächliche Ausschankmenge ist.
- Für Cocktails zählt der Eichstrich, nicht die Füllmenge bis zum Rand.
- Bei 40 Volumenprozent enthalten 2 cl rund 6,3 g reinen Alkohol.
Wie viel cl hat ein Shot in Deutschland
Die kurze Antwort lautet: Ein deutscher Shot enthält meistens 2 cl, also 20 Milliliter. Wird ein doppelter Shot bestellt, kommen in der Regel 4 cl beziehungsweise 40 ml ins Glas.
Eine gesetzlich weltweit einheitliche Shotgröße gibt es allerdings nicht. Der Begriff beschreibt eher eine kleine Portion Spirituose als ein exakt festgelegtes Volumen. Deshalb kann ein Shot je nach Bar, Getränk und Land unterschiedlich groß ausfallen.
| Bezeichnung | Volumen | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| Einfacher Shot | 2 cl / 20 ml | Schnaps, Likör, Verkostung |
| Doppelter Shot | 4 cl / 40 ml | größere Portion oder Cocktailbasis |
| Großer Ausschank | 5 cl / 50 ml | je nach Bar und Getränk |
Ich orientiere mich bei Rezepten und beim Servieren grundsätzlich am angegebenen Maß. Ein Glas, das bis zum Rand 5 cl fasst, ist deshalb nicht automatisch ein 5-cl-Shot. Entscheidend ist, ob der Hersteller oder die Bar einen 2-cl- oder 4-cl-Eichstrich verwendet.
Warum Shotgläser unterschiedlich groß sind
Viele Schnapsgläser haben ein Fassungsvermögen von 2 bis 4 cl, manche Modelle sind sogar deutlich größer. Das liegt daran, dass die äußere Glasform und die tatsächliche Ausschankmenge zwei verschiedene Dinge sind.
Ein Glas kann beispielsweise 5 cl aufnehmen, aber bei 2 cl oder 4 cl eine Markierung besitzen. Diese Reserve verhindert, dass beim Tragen etwas überschwappt, und lässt Platz für Garnitur oder Schaum. Besonders bei Likören, cremigen Shots und kleinen Cocktailkreationen ist dieser zusätzliche Raum praktisch.
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Der Eichstrich ist wichtiger als der Glasrand
Bei einem geeichten Glas zeigt der Eichstrich die Menge an, für die ausgeschenkt wird. Ich würde mich deshalb nie an der optischen Füllhöhe orientieren, weil ein schmales Glas bei gleicher Menge deutlich voller aussieht als ein breites Modell.
Für den privaten Barbereich genügt ein Shotglas mit klarer 2-cl- und 4-cl-Markierung. Wer regelmäßig Cocktails mixt, arbeitet noch genauer mit einem Jigger. Dieses Barmaß besitzt oft zwei Seiten, zum Beispiel 2 cl und 4 cl, und macht wiederholbare Rezepte deutlich einfacher.
Shot, Kurzer und doppelter Schnaps im Vergleich
Im Alltag werden die Begriffe Shot, Kurzer und Schnaps häufig gleich verwendet. Ganz deckungsgleich sind sie aber nicht immer. Ein Shot kann pur ausgeschenkt oder als gemischter kleiner Drink serviert werden, während ein „Kurzer“ in Deutschland meist eine kleine Portion Alkohol bezeichnet.
| Begriff | Übliche Menge | Besonderheit |
|---|---|---|
| Kurzer | meist 2 cl | klassischer kleiner Schnaps |
| Shot | 2 bis 4 cl | pur oder als gemischter Drink |
| Doppelter | 4 cl | doppelte Menge eines einfachen Ausschanks |
| US-Shot | etwa 4,4 cl | international nicht mit dem deutschen Maß verwechseln |
Gerade bei internationalen Cocktailrezepten lohnt sich ein genauer Blick. Ein Rezept aus den USA meint mit „one shot“ oft rund 1,5 US-Flüssigunzen, also ungefähr 4,4 cl. In einer deutschen Hausbar würde ich diese Angabe nicht automatisch mit 2 cl gleichsetzen, sonst fällt der Drink schnell zu schwach aus.
Wie viel Alkohol in einem Shot steckt
Die Menge in cl sagt allein noch nicht, wie stark ein Shot wirkt. Entscheidend sind zusätzlich der Alkoholgehalt und die getrunkene Portion. Ein 2-cl-Shot mit 40 Volumenprozent enthält etwa 0,8 cl reinen Alkohol, was ungefähr 6,3 Gramm entspricht.
Bei 4 cl desselben Getränks verdoppelt sich die Alkoholmenge auf ungefähr 12,6 Gramm reinen Alkohol. Ein süßer Likör mit 20 Volumenprozent enthält bei gleicher Füllmenge entsprechend deutlich weniger Alkohol als ein Gin, Wodka oder Obstbrand mit 40 Volumenprozent.
| Portion | Alkoholgehalt | Reiner Alkohol ungefähr |
|---|---|---|
| 2 cl | 20 Volumenprozent | 3,2 g |
| 2 cl | 40 Volumenprozent | 6,3 g |
| 4 cl | 20 Volumenprozent | 6,3 g |
| 4 cl | 40 Volumenprozent | 12,6 g |
Diese Werte sind Näherungen, reichen für die Einordnung aber gut aus. Ich finde besonders den Vergleich zwischen 2 cl Likör und 4 cl Spirituose hilfreich, weil die gefühlte Glasgröße sonst leicht über die tatsächliche Alkoholmenge hinwegtäuscht.
Das passende Shotglas für die Hausbar
Für eine vielseitige Hausbar empfehle ich ein Glas mit zwei gut sichtbaren Eichmarken bei 2 cl und 4 cl. Damit lassen sich sowohl klassische Schnäpse als auch Gin-Cocktails, Layered Shots und kleine Verkostungen sauber portionieren.
Ein einfaches 2-cl-Glas reicht, wenn hauptsächlich Likör oder ein Digestif ausgeschenkt wird. Für Cocktails ist ein doppeltes Glas mit 4-cl-Markierung praktischer, weil viele Rezepte mit 4 cl Basisspirituose arbeiten und sich die Menge schnell kontrollieren lässt.
- Für Schnaps und Likör: kleines Glas mit 2-cl-Eichung.
- Für Cocktails: Jigger oder Shotglas mit 2- und 4-cl-Markierung.
- Für Verkostungen: schlankes Glas mit klarer Maßskala.
- Für Partys: robuste Gläser, die nicht zu dünnwandig sind.
Auf sehr dekorative Gläser ohne Markierung würde ich mich beim Mixen nicht verlassen. Sie sehen oft schön aus, machen eine exakte Dosierung aber unnötig schwierig. Gerade bei kräftigem Gin oder hochprozentigem Rum verändert schon 1 cl mehr oder weniger das Gleichgewicht eines Cocktails spürbar.
Mit diesem Maß bleibt der Shot zuverlässig
Wer zu Hause präzise einschenken möchte, stellt das Glas auf eine ebene Fläche und füllt bis zum Eichstrich. Freihändiges Eingießen funktioniert bei einem einzelnen Schnaps, führt bei mehreren Drinks aber schnell zu unterschiedlichen Mengen.
Mein praktischer Richtwert lautet deshalb 2 cl für den einfachen Shot und 4 cl für den doppelten. Bei Rezepten aus anderen Ländern prüfe ich zusätzlich die Maßeinheit, denn „Shot“ kann dort etwas anderes bedeuten. So bleibt der Drink ausgewogen und die Portion transparent.
Für die deutsche Hausbar genügt also meist ein geeichtes Shotglas mit 2- und 4-cl-Markierung. Wer diese beiden Mengen auseinanderhält und nicht bis zum Rand schätzt, hat die wichtigste Grundlage für sauberes Ausschenken und gelingsichere Cocktails bereits im Griff.