Wie viele Kohlenhydrate hat Gin? Das steckt wirklich im Glas

Erfrischender Gin Tonic mit Eis und Limette. Perfekt für heiße Tage, da Gin kaum Kohlenhydrate enthält.

Geschrieben von

Leni Wiese

Veröffentlicht am

29. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Wer Kohlenhydrate reduziert, möchte beim Drink meist schnell wissen, was tatsächlich im Glas landet. Reiner Gin enthält in der Regel 0 g Kohlenhydrate und 0 g Zucker, liefert aber durch den Alkohol trotzdem Energie. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Spirituose, sondern vor allem der Mixer, die Portionsgröße und die gewählte Gin-Variante.

Reiner Gin ist kohlenhydratarm, aber nicht kalorienfrei

  • 0 g Kohlenhydrate enthält klassischer Gin meist pro 100 ml.
  • 20 ml Gin liefern bei 37,5 % vol. ungefähr 41 kcal.
  • Tonic Water bringt je nach Marke oft rund 7 bis 8 g Kohlenhydrate pro 100 ml mit.
  • Gin-Liköre und aromatisierte Produkte können deutlich mehr Zucker enthalten.
  • Low Carb bedeutet nicht automatisch gesund, denn Alkohol bleibt der wichtigste Energielieferant.

Wie viele Kohlenhydrate stecken in Gin?

Bei klassischem Gin stammen die Kalorien fast vollständig aus dem Ethanol, also dem Alkohol. Die Destillation entfernt die meisten vergärbaren Zucker und Kohlenhydrate. Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie gibt für einen Gin mit 37,5 % vol. deshalb 0 g Kohlenhydrate und 0 g Zucker pro 100 ml an.

Menge Kohlenhydrate Energie bei 37,5 % vol.
20 ml 0 g ca. 41 kcal
40 ml 0 g ca. 82 kcal
100 ml 0 g ca. 207 kcal

Die Zahlen gelten für eine klassische, nicht gesüßte Spirituose. Ein höherer Alkoholgehalt verändert vor allem die Kalorienmenge, nicht automatisch den Kohlenhydratgehalt. Bei einem Gin mit 47 % vol. ist eine kleine Portion daher energiereicher als dieselbe Menge eines Gins mit 37,5 % vol.

Ich rechne bei Cocktails grundsätzlich mit der tatsächlich eingeschenkten Menge. Ein kleiner Ausschank von 20 ml und ein großzügiger Barmaß von 40 ml schmecken zwar ähnlich, verdoppeln aber die Alkohol- und Kalorienmenge.

Warum Gin trotz fehlender Kohlenhydrate Kalorien liefert

Alkohol liefert ungefähr 7 kcal pro Gramm. Das ist weniger als Fett mit 9 kcal pro Gramm, aber deutlich mehr als Eiweiß oder Kohlenhydrate mit jeweils etwa 4 kcal. Ein kohlenhydratfreier Drink kann deshalb trotzdem spürbar zur täglichen Energiebilanz beitragen.

Das wird besonders leicht übersehen, wenn Gin als „leichte“ Alternative zu Bier oder süßen Cocktails betrachtet wird. Im Vergleich zu einem zuckerhaltigen Mischgetränk kann ein purer Gin zwar weniger Kohlenhydrate enthalten, kalorienfrei ist er keineswegs.

Außerdem wird Alkohol im Körper bevorzugt abgebaut. Das bedeutet nicht, dass er automatisch Fettaufbau verursacht, aber er kann die Nutzung anderer Energiereserven vorübergehend in den Hintergrund drängen. Für eine Gewichtsabnahme zählt daher die gesamte Tagesbilanz und nicht nur die Zahl auf der Kohlenhydratspalte.

Beim Gin Tonic entscheidet der Mixer

Der größte Unterschied entsteht meist nicht durch den Gin, sondern durch das Tonic Water. Ein klassisches Tonic kann je nach Produkt ungefähr 7 bis 8 g Kohlenhydrate pro 100 ml enthalten. Bei einem großzügig gefüllten Glas kommen so schnell mehr Kohlenhydrate zusammen als in der Spirituose selbst.

Drink Kohlenhydrate Energie ungefähr
20 ml Gin pur 0 g ca. 41 kcal
20 ml Gin + 100 ml klassisches Tonic ca. 7 bis 8 g ca. 70 bis 75 kcal
40 ml Gin + 150 ml klassisches Tonic ca. 12 g ca. 125 bis 135 kcal
40 ml Gin + Soda und Zitronenzeste nahezu 0 g ca. 82 kcal

Die Werte für Tonic Water schwanken deutlich. Bei einer zuckerfreien Variante kann der Kohlenhydratgehalt sehr niedrig oder praktisch null sein, während klassische Sorten Zucker enthalten. Ich prüfe deshalb lieber das Etikett, statt mich auf Begriffe wie „light“, „zero“ oder „slim“ allein zu verlassen.

Auch Säfte, Limonaden, Sirups und Fruchtpürees verändern die Rechnung. Ein Schuss Orangensaft bringt nicht nur Aroma, sondern auch natürlichen Zucker mit. Wer Kohlenhydrate reduzieren möchte, fährt mit Soda, einer zuckerfreien Limonade, frischen Kräutern und Zitruszesten meist deutlich besser als mit Saft.

Welche Gin-Sorten eine Ausnahme darstellen

Bei einer normalen Flasche Gin mit klassischem Zutatenprofil sind keine nennenswerten Kohlenhydrate zu erwarten. Trotzdem sollte man nicht jede Flasche mit Wacholder auf dem Etikett gleich behandeln. Gin-Likör, Sloe Gin und gesüßte Ready-to-Drink-Mischungen gehören ernährungsphysiologisch in eine andere Kategorie.

Gin-Likör und Sloe Gin

Gin-Likör wird mit Zucker, Frucht oder Sirup gesüßt und kann deshalb deutlich mehr Kohlenhydrate enthalten. Sloe Gin basiert häufig auf Schlehen und Zucker. Hier sind die Nährwerte des konkreten Produkts entscheidend, nicht die Bezeichnung Gin allein.

Aromatisierter Gin

Bei fruchtigen oder farbigen Gins lohnt sich ein Blick auf Zutatenliste und Nährwertangaben. Aromen selbst liefern nicht automatisch viele Kohlenhydrate, zugesetzter Zucker oder Fruchtsaft dagegen schon. Kleine Unterschiede von 0,1 bis wenigen Gramm pro 100 ml können je nach Rezeptur vorkommen.

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Alkoholfreie Gin-Alternativen

Alkoholfreie Produkte sind nicht automatisch zuckerfrei. Manche enthalten Kräuter- und Gewürzextrakte ohne nennenswerte Kohlenhydrate, andere werden mit Zucker, Saftkonzentrat oder Sirup abgerundet. Wer eine alkoholfreie Alternative wegen der Nährwerte wählt, sollte deshalb ebenfalls das Etikett lesen.

Ist Gin für Low Carb und bei Diabetes geeignet?

Für eine kohlenhydratreduzierte Ernährung kann reiner Gin in kleiner Menge grundsätzlich in die Rechnung passen. Das sagt jedoch wenig über die gesundheitliche Qualität des Getränks aus. Alkohol kann Schlaf, Appetit, Regeneration und die tägliche Energiebilanz beeinflussen, auch wenn auf dem Papier keine Kohlenhydrate stehen.

Bei Diabetes ist besondere Vorsicht sinnvoll. Alkohol kann die Zuckerfreisetzung der Leber hemmen und dadurch, vor allem zusammen mit Insulin oder bestimmten blutzuckersenkenden Medikamenten, das Risiko für eine verzögerte Unterzuckerung erhöhen. Ein Drink auf nüchternen Magen oder nach Sport ist deshalb keine gute Idee, und Medikamente sollten niemals eigenständig an den Alkoholkonsum angepasst werden.

Auch ein zuckerfreies Tonic löst dieses Problem nicht. Es reduziert lediglich die Kohlenhydrate aus dem Mixer. Wer Diabetes hat, regelmäßig Medikamente einnimmt oder schon einmal Unterzuckerungen erlebt hat, sollte Alkohol mit dem behandelnden medizinischen Team besprechen.

So behältst du Kohlenhydrate und Kalorien im Glas im Blick

  1. Ginmenge abmessen: 20 ml und 40 ml nicht nach Gefühl verwechseln.
  2. Mixer prüfen: Kohlenhydrate pro 100 ml mit der tatsächlich eingeschenkten Menge multiplizieren.
  3. Süße Zusätze berücksichtigen: Sirup, Saft, Likör und Fruchtpüree zählen vollständig mit.
  4. Produktart unterscheiden: Klassischer Gin ist nicht dasselbe wie Gin-Likör oder ein fertiger Gin-Cocktail.
  5. Gesamtmenge betrachten: Mehrere kleine Drinks summieren Alkohol und Kalorien schnell.

Eine einfache Rechnung reicht meistens aus. Enthält der Mixer beispielsweise 7,9 g Kohlenhydrate pro 100 ml und landen 150 ml im Glas, sind das knapp 11,9 g Kohlenhydrate, unabhängig davon, ob 20 oder 40 ml Gin dazukommen.

Mein praktischster Tipp ist daher ein kleiner Messbecher für die Spirituose und ein Blick auf die Nährwerttabelle des Mixers. So bleibt der Drink planbar, ohne dass Genuss und Barkultur auf der Strecke bleiben.

Die wichtigste Rechnung für dein Glas

Die kurze Antwort lautet: Reiner Gin enthält normalerweise keine nennenswerten Kohlenhydrate. Die Kalorien stammen vom Alkohol, während Zucker und Kohlenhydrate meist durch Tonic Water, Säfte, Sirups oder gesüßte Varianten ins Glas kommen.

Wer bewusst auswählt, kann einen Gin mit Soda oder zuckerfreiem Tonic kohlenhydratarm servieren. Trotzdem bleibt Alkohol ein Genussmittel und kein Gesundheitsprodukt. Für die persönliche Bilanz zählen deshalb immer Portion, Mixer, Häufigkeit und die eigene gesundheitliche Situation.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Klassischer, nicht gesüßter Gin enthält meist 0 g Kohlenhydrate und 0 g Zucker pro 100 ml. 20 ml Gin mit 37,5 % vol. liefern ungefähr 41 kcal, 40 ml etwa 82 kcal, weil die Energie vor allem aus dem Alkohol stammt.

100 ml klassisches Tonic Water enthalten je nach Marke oft rund 7 bis 8 g Kohlenhydrate. Ein Drink aus 20 ml Gin und 100 ml Tonic kommt dadurch auf etwa 7 bis 8 g Kohlenhydrate, während 40 ml Gin mit 150 ml Tonic ungefähr 12 g erreichen können.

Gin-Likör, Sloe Gin und gesüßte Ready-to-Drink-Mischungen können deutlich mehr Zucker und Kohlenhydrate enthalten als klassischer Gin. Auch bei aromatisiertem oder alkoholfreiem Gin lohnt sich ein Blick auf Zutatenliste und Nährwertangaben, da Fruchtsaft, Sirup oder Zucker zugesetzt sein können.

Reiner Gin kann in kleiner Menge in eine kohlenhydratreduzierte Ernährung passen, ist aber nicht kalorienfrei und kein Gesundheitsprodukt. Bei Diabetes kann Alkohol die Zuckerfreisetzung der Leber hemmen und besonders zusammen mit Insulin oder bestimmten blutzuckersenkenden Medikamenten eine verzögerte Unterzuckerung begünstigen. Alkohol sollte daher mit dem behandelnden medizinischen Team besprochen werden.

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Leni Wiese

Leni Wiese

Mein Name ist Leni Wiese und ich habe über 11 Jahre Erfahrung in der Welt des Gins, Cocktails und der Barkultur. Meine Leidenschaft für die Mixkunst begann in einer kleinen Bar, wo ich die Magie entdeckte, die in jedem Glas steckt. Ich liebe es, die Geschichten hinter den verschiedenen Spirituosen zu erforschen und die feinen Nuancen der Geschmäcker zu verstehen. In meinen Artikeln möchte ich meinen Lesern helfen, die oft komplexen Themen rund um Gin und Cocktails zu entschlüsseln und ihnen nützliche, verständliche Informationen zu bieten. Ich schreibe über aktuelle Trends, klassische Rezepte und innovative Techniken, wobei ich stets darauf achte, meine Quellen sorgfältig zu prüfen und Informationen klar zu strukturieren. Mein Ziel ist es, sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Barkeepern wertvolle Einblicke zu geben und sie dazu zu inspirieren, ihre eigenen Kreationen zu entwickeln. Ich freue mich darauf, meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit euch zu teilen und gemeinsam die faszinierende Welt der Barkultur zu erkunden.

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